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Feuchtfröhlich begingen die TRIFIs die letzten Tage des Karnevals. Der Unterhaltungsreferent der Wählervereinigung, Dr. Spiele, hatte für ein volles Programm gesorgt über die ausgelassene Zeit.
An Usher-Mittwoch nahm sich Heinrich Pröttkenkrögel noch einmal das Mikrofon, um die letzten turbulenten Wochen Revue passieren zu lassen. Er freue sich, so Pröttkenkrögel, dass auch der Mittwoch noch zum zünftigen Heben des Glases genutzt werden könne. Zuviel Fasten ist auch nicht gut, und getrunken werden müsse ja auch.
Zu seinem strittigen Doktortitel wollte Pröttkenkrögel nicht weiter Stellung nehmen: “Die Geshcichtsschreibung wird mir recht geben”, lallte er. Schliesslich habe er in diversen Spelunken über Jahre hinweg wirtschaftlich praktiziert, das könne ihm keiner nehmen.
Im Namen der Kreis-TRIFI nahm deren Vorsitzende Johannes Geher zum falschen Doktortitel von Pröttkenkrögel Stellung: “Wir stehen voll hinter Pröttkenkrögel. Was den Doktor betrifft, so haben wir uneingeschränktes Vertrauen in Heinrich Pröttkenkrögel. Dieses Vertrauen bezieht sich nicht auf irgendwelche Doktortitel, sondern seine mitmenschlichen Erfahrungswerte, die er in diversen hochrangigen Kneipen Deutschlands beim Zecheprellen sammeln konnte.”
Unvergessen seien Pröttkenkrögels Erfolge der Vergangenheit, wie z.B. der 13. Platz bei den internationalen Doornkaater Trinkfestspielen oder der Goldene Bierdeckel beim großen Radeberger Büchsenöffnen. Was seien da gegen schon überstudierte Hochschulnachweise, mit denen man hier auf dem Land im Alltag sowieso nichts anfangen könne.
Kein Verständnis zeigte unterdessen die Vorsitzende der FREIKIs, Dr. Heidekraut Brenntschlecht: “Wenn ich mir überlege, wie ich mir damals für meinen Bachelor im Gesundbeten stundenlang die Knie aufgescheuert habe, kann ich kein Verständnis dafür aufbringen, dass anderen Universitätsabschlüsse einfach hinterhergeworfen werden.” Auch ihre Doktorarbeit “Chancen und Risiken von alternativen Verwendungsweisen heimischer Kräuter und Pilze am Beispiel einer Anwenderin im Tecklenburger Land” sei alles andere als ein Zuckerschlecken gewesen.
Auch Albert Pröttkenkrögel, der Bruder des TRIFI-Ehrenvorsitzende Heinrich Pröttkenkrögel, war erstaunt über die strengen Regeln, die neuerdings für Doktorgrade erhoben wurde. “Das konnte ich nicht so stehen lassen”, reagierte Albert Pröttkenkrögel. “Da muss man sich was einfallen lassen.”
So gibt es nun auf der Trinker-Kolonie, wo Albert Pröttkenkrögel residiert, neuerdings Huckeducks Uni mit der Möglichkeit zur Promotion.
“Mit Studiengang sei das Projekt aber schon untertrieben beschrieben”, meint Pröttkenkrögel, “das ist schon ein richtiger Parcour!”
Auf dem Golfplatz finden sich die Titelanwärter ein, um den Parcour wie folgt zu bestehen:
“Sie bekommen einen Hund an die Hand, mit dem sie an diversen Stationen Aufgaben erledigen müssen, also Maß heben, Korn kippen, Sekt schlürfen. In der Mitte des Spiels treffen Sie auf ein Schaf, über das Sie rüberhüpfen müssen. Am Ende kommen Sie mit dem Hund an eine Hundetür. Die heisst auf englisch Dogtor. Da müssen Sie durch! Sollte das verärgerte Schaf ankommen und Sie angreifen, müssen Sie das Dogtor verteidigen. Und wenn Sie das schaffen haben Sie den Grad eines Dogtors!”
“Alle schaffen das aber nicht”, merkt Pröttkenkrögel an, “Sie müssen schon was vertragen können. “
Aus allen Wolken sei er gefallen, so Heinrich Pröttkenkrögel zu den Nachforschungsergebnissen des TRIFI-Anwaltes Hubert Nörgelmöller, nach denen sein vor 30 Jahren erworbener Titel Dr. vol. trunc. wohl doch nicht als anerkannt geltend gemacht werden könne.
Dabei war ihm beim Workshop “Bachelor, Master und Doktorarbeit in 3 Tagen”, der von der Johann-Kevin-Goethe-Universität von Lampukistan angeboten wurde, nichts merkwürdiges aufgefallen.
Pröttkenkrögel – hier im Januar 1979 bei seiner mündlichen Abschlussprüfung im Fach Wirtschaftswissenschaften zum Thema “Jeden Tag hackenstramm ist auch ein geregeltes Leben” …
… sagte, er wolle sich diese niederschmetternde Nachricht noch einmal bei ein paar Bier durch den Kopf gehen lassen. “Danach sieht die Welt vielleicht schon anders aus”, so der Ehrenvorsitzende.





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