Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den Januar 2010.


Der Regionalbierrat bei der Abschlusssitzung 2009

Etwas überrascht war TRIFI-Ehrenmitglied Heinrich Pröttkenkrögel schon, als der Bierversorgungsverband ihm im vergangenen Jahr 15.000 Liter des obergärigen Beruhigungsmittels anliefern ließ.

Die Vergütung bekamen er, Landrat und andere Bürgermeister und Landräte, die Mitglieder im Regionalbierrat sind, für zwei Sitzungen im Jahr 2009. Übrigens gab es zusätzlich 200 kleine Feiglinge.

Das hat jetzt die FREIKIs auf den Plan gerufen. Sie wundern sich über die üppige Vergütung. FREIKI-Vorsitzende Heidekraut Brenntschlecht stellte deswegen jetzt sogar eine Anfrage im Landtag.

Der Regionalbierrat besteht aus 24 (Ober)-Bürgermeistern, Landräten und anderen komischen Gestalten derjenigen Städte, die entweder noch Bierbraustandort sind oder immer schon mal sein wollten. Mit Blick auf den schwierigen Prozess der Kneipenstilllegungen war der Regionalbierrat 2008 gebildet worden. In dem Gremium wird zum Beispiel besprochen, was aus den Resten nach dem Ende der Flaschenabfüllungen wird, Themen wie Ausbildung und Neuansiedlungen stehen auch auf der Tagesordnung. “Trinken will schließlich gelernt sein”, so Pröttkenkrögel. Der Regionallrat ist allerdings nur beratendes Gremium, Entscheidungen werden nicht getroffen.

Wie der Bierversorgungsverband bestätigt, erhält jedes Mitglied eine Grundvergütung pro Jahr von 15000 Liter. Macht insgesamt 360.000 Liter.

Das Bier haben sowohl Pröttkenkrögel als auch der Landrat an die Stadt beziehungsweise den Kreis überwiesen. „Das Bier ist ja nicht für die Privatperson Heinrich Pröttkenkrögel gedacht, sondern geht an den Bürgermeister der Stadt“, sagt Pröttkenkrögel. Etwas überrascht habe ihn die Literzahl schon. „Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass ich an dem Regionalrat gerne teilnehme“, unterstreicht Pröttkenkrögel. Denn dort könne er die Interessen Ibbenbürens vertreten. Zudem bekomme er wichtige Insider-Informationen, auch über energierelevante Themen. Und er lerne eine Menge trinkfester Leute kennen, die mit dem Bierbrau zu tun haben.

Der Pressesprecher des Bierversorgungsverband es, Molle Hopfentee, versteht die Aufregung nicht. Schon 2007, als der Regionalrat eingerichtet wurde, sei die Höhe der Vergütung bekannt gewesen. „Da haben wir uns am Aufsichtsrat orientiert.“ Für den Bierversorgungsverband sei dieses Gremium wichtig, da dort viele Menschen zusammenkämen. „Die sagen uns, wo es brennt. Und wir sagen, was wir tun. Dieser Informationsaustausch ist für uns unendlich wichtig. Davon profitieren beide Seiten.“

Die erfahrenen Vorsitzenden der FREIKIs, der Freien Kiffer im Tecklenburger Land, Dr. Heidekraut Brenntschlecht und Bongwiet Durchzug, haben eine sehr interessante Forderung aufgestellt, so lässt es TRIFI-Vorsitzender Karl-Otto Pießkieper in einer ersten Pressemitteilung verlautbaren.

Duisburg scheint ja mit der Finanzierung der Loveparade starke Probleme zu bekommen, weil nicht genug Kohle da ist. “Und wenn wir eines haben in Ibbenbüren”, so Pießkieper, “dann ist das ja wohl Kohle.”

Daher schließt sich die TRIFI der Forderung der FREIKIS voll und ganz, aber vor allem voll, an, da dies auch der Gastwirtschaft zugute käme.

Wir von der TRIFI haben und dazu Entschlossen dass der neue Aufruf von Cebulons-Welt auch für uns eine Maßgabe sein wir:

Auch von der TRIFI wir schon seit 2000-und-wir Gefordert wir alle deutschen Sätze eine um dreiwirtel vereinfachte Rechtschreibung einzuwiren. Das muss endlich wir die deutsche Bevölkerung ein Ende haben dass immer so oft ein Komma gesetzt wir?

Wir alle Mitwirkenden/inen an einer Plattform wir das eine Verbesserung sein. Wir treten dawir ein.

Kritik an der TRIFI übt der Nachwuchs der Trinkfesten Initiative. In einer Pressemitteilung beklagt TRIX (Trinkfix) den fehlenden Generationswechsel innerhalb der TRIFI und eine wenig transparente Politik von Ortsvorstand und Parteispitze. Zudem kündigt TRIX an, die Zusammenarbeit mit anderen Jugendparteien ausbauen zu wollen.

In der Stellungnahme des Vortrinkers von TRIX heißt es: „Politikverdrossenheit trifft auf eine alternde Gesellschaft – so sehen die Rahmenbedingungen für die Jugendparteien aus. In Ibbenbüren ist das nicht anders. Man möchte also hoffen, dass gerade deswegen Jungtrinker in ihrem Engagement, sich in die Entscheidungen unserer Stadt einzumischen, gefördert werden.

Von dieser Unterstützung haben wir als trinkfeste Jungpolitiker in den letzten Jahren jedoch wenig erfahren. Spannend wäre es zum Beispiel gewesen, von der TRIFI etwas über die Diskussionen und Entscheidungen im Stadtrat mitzubekommen. Es ist also kein Wunder, wenn der Altersdurchschnitt in der TRIFI im Renteneintrittsalter verharrt. Wo bleibt der Generationswechsel in der TRIFI?

Sowohl im Kommunalwahlkampf als auch bei der letzten Vorstandswahl der TRIFI war ein solcher Wechsel nicht erkennbar. Stattdessen wurde großer Wert darauf gelegt, an alten Strukturen festzuhalten, damit Altgediente ihren Posten beibehalten können. Die Wahlergebnisse haben jedoch auch gezeigt, dass sich mit diesem Führungsstil keine neuen Wähler gewinnen lassen.

TRIX fordert von der TRIFI-Parteispitze eine nachhaltige und transparente Politik. Gerade dafür möchte sich TRIX in Ibbenbüren einsetzen. Wir möchten die Interessen von Jung und Alt, von sozial Schwachen und Behinderten, Trinkern und Nichttrinkern, aber auch von Mittelstand und Handwerk gleichermaßen berücksichtigen. Um diesem Vorhaben Nachdruck zu verleihen, möchte TRIX die Zusammenarbeit mit den anderen Jugendparteien, insbesondere den Nachwuchspolitikern der FREIKIs stärker ausbauen.

TRIX wird auch weiterhin ihre Unabhängigkeit von der Mutterpartei bewahren, selbst wenn das mitunter Aufsehen erregt und für Diskussionen sorgt.

Neue Ideen und Initiativen sind notwendig, wenn die TRIFI in Ibbenbüren Zeichen setzen und Perspektiven aufzeigen will. Nur mit einer nachhaltigen Förderung der Jugendparteien und einer offenen, engagierten Politik für den Bürger erhalten wir in Zukunft ein trinkfestes Ibbenbüren.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.