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Wo sind all’ die TRIFIs hin?
Wo sind sieee gebliehiebenn?
Wo sind all’ die TRIFIs hin?
Was ist nur gescheh’n?
Wo sind all’ die TRIFIs hin?
Bierchen tranken sie sehr gern.
Wann wird man je versteh’n?
Wann wird man je versteh’n?
Was manche nicht so alles wissen. Und am meisten wissen die Menschen dort, wo am meisten politisiert wird, im Wirtshaus und im Rathaus. Beiden Lokalitäten gemeinsam sind die Reaktionen auf die feierliche Auferstehung von Francesko Cebulon. Dass der Autor nur rundum zustimmende Reaktionen erhielt, steht in krassem Gegensatz zu dem, was ihm berichtet wurde. Tief getroffen fühlen sich danach all´ jene, die die politische Öffentlichkeit für gewöhnlich herstellen, sie manipulieren, zumindest aber kontrollieren möchten. Über Cebulons Welt, der sie nachgerade zwangsläufig in inniger Abneigung zugetan sind, sollen sie rundweg empört sein. Die beredte Aufgeregtheit hinter vorgehaltener Hand bei gleichzeitig äußerlich demonstrierter Missachtung belegt also, wie nötig das hier begonnene Unterfangen ist.
Deshalb sei gleich jetzt ihre Hoffnung enttäuscht, nachdem sie einige Tage nichts Neues gelesen haben, könne dies ein Verstummen bedeuten. Nein. In den zwei Wochen seit Eintritt in den großen publizistischen Kosmos musste die kleine cebulonsche Welt zwar mehrfach umziehen, sie hat aber stets eine neue Bleibe gefunden.
Bei den Vorstandswahlen der Vollversammlung wurde auch erstmals die Position der oder des Frauenbeauftragten neu besetzt. Einstimmig wurde Friedgunde Mansfeind auf diesen Posten gewählt.
Im Nachhinein gab es aber deutliche Kritik am Ausgang: “Uns hätte man besser über das Walverfahren informieren müssen”, kritisierte Hubert Nörgelmöller, “einige haben hier ganz schöne Wale auf die Zettel gemalt und hinterher meinen die, das würde gar nicht in die Wertung mit eingehen.”
In der Tat waren auf vielen Wahlzetteln gleich alle Kästchen ausgemalt, einige auf Grund von Bierflecken unleserlich durchnässt, mit sinnlosen Zeichnungen beschmiert oder als Antreichliste für den Wirt verwendet worden. Einzig der Wahlzettel von Friedgunde Mansfeind wurde vom Wahlvorstand letzten Endes als zählbar angenommen. “Dabei hatte ich nur “ICH” drauf geschrieben, zum Winken, weil der Wirt mich nie gehört hat, als er “Wer nimmt den Korn noch hier?” brüllte.
Zu den Leitlinien ihrer politischen Ziele wollte sich Mansfeind am Abend noch nicht äußern: “Eigentlich war ich ja auch nur zufällig hier in der Kneipe, weil es so gepisst hat draußen.”

Mit neuem Schwung startet die TRIFI in die neue Legislaturperiode. Auf der ersten Vollversammlung nach den Wahlen standen diverse interne Wahlen auf der Agenda. Unter anderem wurde die Ortsvereinsspitze neu besetzt.
Glücklicherweise konnten mit Hubert Nörgelmöller(73) und Karl-Otto Pießkieper (76, siehe Bild) erfahrene Trinker für den Vorsitz der Partei gewonnen werden, die zur ordentlichen Verjüngung der Partei beitragen.
In Bezug darauf, ob das Glas bezüglich der Möglichkeiten der städtischen Einflussnahme der TRIFI ohne Ratsmitgliedschaft denn nun halb voll oder eher halb leer sei, erwiderte Pießkieper: “Egal, Hauptsache genug Gläser da!”
Nörgelmöller erläuterte zur künftigen Parteilinie, man wolle sich künftig intensiver um die drei großen K’s kümmern: Kinder, Kohle und Kanalgebühren. “Das Feld dürfen wir nicht den FreiKis überlassen.”
Im Anschluss an die Wahlen rief Alttrinker Heinrich Pröttkenkrögel die Anwesenden auf, ihr Glas zu erheben: “Auf eine gesellige Zusammenarbeit!”

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