Überrascht zeigte sich der außerparlamentarische Oppositionsführer Heinrich Pröttkenkrögel über das Scheitern des Mensa-Neubaus.

„Da ist einigen wohl das hohe Invesitionsvermögen zu Kopf gestiegen“, unkte er. Dabei „wäre die angedachte lange Theke, gerade für unsere Jugend von enormen Interesse gewesen.“

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Auch seien die Massagesitzgarnituren aus nordmongolischem Leopardenlederimitat und der Schimmel-Flügel mit fest angestelltem Pianisten geradezu optimal gewesen für eine artgerechte Verdauung der Gymnasiasten.

Aber mit den mobilen Table-Dance-Tischen und der Zwischenstopplandebahn des FMO vor den Marmorflügeleingangstüren sei das Projekt wohl doch etwas teuerer geworden als erwartet, so Pröttkenkrögel.

Wir freuen uns, dass die FDP die Anliegen der Trinker im Tecklenburger Land endlich intensiver ins Auge fasst. Freiheit ist schließlich auch immer die Freiheit der anders Trinkenden:

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Die positiven moralischen Auswirkungen von Alkohol müssen endlich ordentlich gewürdigt werden. Wo kämen wir dahin, wenn wohl immer alle nüchtern wären?
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Daher unterstützen wir auch gerne das Ziel dieser Bundestagsabgeordneten, dass faule Säcke länger arbeiten sollen, damit sie autofahren kann:

Zudem fordern wir eine Rücknahme der Senkung der Promillegrenze. Autofahren soll schliesslich nicht nur zügig voran gehen, sondern auch wieder schön Spaß machen.

Wo sind all’ die TRIFIs hin?
Wo sind sieee gebliehiebenn?
Wo sind all’ die TRIFIs hin?
Was ist nur gescheh’n?

Wo sind all’ die TRIFIs hin?
Bierchen tranken sie sehr gern.
Wann wird man je versteh’n?
Wann wird man je versteh’n?

Was manche nicht so alles wissen. Und am meisten wissen die Menschen dort, wo am meisten politisiert wird, im Wirtshaus und im Rathaus. Beiden Lokalitäten gemeinsam sind die Reaktionen auf die feierliche Auferstehung von Francesko Cebulon. Dass der Autor nur rundum zustimmende Reaktionen erhielt, steht in krassem Gegensatz zu dem, was ihm berichtet wurde. Tief getroffen fühlen sich danach all´ jene, die die politische Öffentlichkeit für gewöhnlich herstellen, sie manipulieren, zumindest aber kontrollieren möchten. Über Cebulons Welt, der sie nachgerade zwangsläufig in inniger Abneigung zugetan sind, sollen sie rundweg empört sein. Die beredte Aufgeregtheit hinter vorgehaltener Hand bei gleichzeitig äußerlich demonstrierter Missachtung belegt also, wie nötig das hier begonnene Unterfangen ist.

Deshalb sei gleich jetzt ihre Hoffnung enttäuscht, nachdem sie einige Tage nichts Neues gelesen haben, könne dies ein Verstummen bedeuten. Nein. In den zwei Wochen seit Eintritt in den großen publizistischen Kosmos musste die kleine cebulonsche Welt zwar mehrfach umziehen, sie hat aber stets eine neue Bleibe gefunden.

brigitte Bei den Vorstandswahlen der Vollversammlung wurde auch erstmals die Position der oder des Frauenbeauftragten neu besetzt. Einstimmig wurde Friedgunde Mansfeind auf diesen Posten gewählt.

Im Nachhinein gab es aber deutliche Kritik am Ausgang: „Uns hätte man besser über das Walverfahren informieren müssen“, kritisierte Hubert Nörgelmöller, „einige haben hier ganz schöne Wale auf die Zettel gemalt und hinterher meinen die, das würde gar nicht in die Wertung mit eingehen.“
In der Tat waren auf vielen Wahlzetteln gleich alle Kästchen ausgemalt, einige auf Grund von Bierflecken unleserlich durchnässt, mit sinnlosen Zeichnungen beschmiert oder als Antreichliste für den Wirt verwendet worden. Einzig der Wahlzettel von Friedgunde Mansfeind wurde vom Wahlvorstand letzten Endes als zählbar angenommen. „Dabei hatte ich nur „ICH“ drauf geschrieben, zum Winken, weil der Wirt mich nie gehört hat, als er „Wer nimmt den Korn noch hier?“ brüllte.

Zu den Leitlinien ihrer politischen Ziele wollte sich Mansfeind am Abend noch nicht äußern: „Eigentlich war ich ja auch nur zufällig hier in der Kneipe, weil es so gepisst hat draußen.“

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Mit neuem Schwung startet die TRIFI in die neue Legislaturperiode. Auf der ersten Vollversammlung nach den Wahlen standen diverse interne Wahlen auf der Agenda. Unter anderem wurde die Ortsvereinsspitze neu besetzt.
Glücklicherweise konnten mit Hubert Nörgelmöller(73) und Karl-Otto Pießkieper (76, siehe Bild) erfahrene Trinker für den Vorsitz der Partei gewonnen werden, die zur ordentlichen Verjüngung der Partei beitragen.

In Bezug darauf, ob das Glas bezüglich der Möglichkeiten der städtischen Einflussnahme der TRIFI ohne Ratsmitgliedschaft denn nun halb voll oder eher halb leer sei, erwiderte Pießkieper: „Egal, Hauptsache genug Gläser da!“
Nörgelmöller erläuterte zur künftigen Parteilinie, man wolle sich künftig intensiver um die drei großen K’s kümmern: Kinder, Kohle und Kanalgebühren. „Das Feld dürfen wir nicht den FreiKis überlassen.“

Im Anschluss an die Wahlen rief Alttrinker Heinrich Pröttkenkrögel die Anwesenden auf, ihr Glas zu erheben: „Auf eine gesellige Zusammenarbeit!“

2redner Liebe Wählerinnen und Wähler, liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich möchte mich bei Ihnen allen für ihr Vertrauen bedanken. Bei meinen Gesprächen mit ihnen in Türfluren, beim Eierwagen und an Bushaltestellen, habe ich ihnen lange zugehört. Von dem, was ich verstanden habe, ist etwas hängen geblieben: Flurbereinigung, wenigereres Rumgeeiere und Steuerentlastungen für Busfahrer. Für all das wollte ich mich einsetzen.

Es hat nicht sollen sein. Wunderten wir uns gestern noch über die fehlenden Wahlergebnisse, fanden wir heute unseren Antrag zur Aufnahme für ein Bundestagsmandat in der alten Prisma von Anfang Mai. Die Revolution wurde aufgehalten durch einen dummen Formfehler. Wir werden zu analysieren haben, woran es gelegen hat. Aufgehoben ist nicht aufgeschoben, allein soviel ist sicher.

Bleiben Sie uns TRIFIs gewogen, wir wissen was zu trinken ist. Im kommenden Jahr stehen Landtagswahlen an. Bis dahin werden wir wissen, welches Land gewählt werden soll.

francoDas Dementi in der Überschrift, und zwar ein Dementi zu Aussagen, die zuvor noch nicht veröffentlicht waren. Das hat Methode im Umgang der lokalen Tagespresse mit dem hiesigen Klinikum. Dass dem Leser nicht jede neue Krankenschwester, jeder neue Pfleger sowie jede frisch angeschaffte Apparatur im Blatt vorgestellt wird, ist geradezu alles. Aber wenn das Skalpell tief ins Fleisch medizinischer Nahversorgung und drängender Personalangelegenheiten fährt, wird vorsätzlich weggeschaut oder phrasenreich geschwiegen.

So ist es eben, was oben drüber steht.

Da findet dann die lokalpatriotische Pflichterfüllung ihren Niederschlag nicht in der Information des Lesers, sondern in der Verschleierung der Vorgänge. Auf diese Weise wird gesund zu beten versucht, was an Kopf und Gliedern gleichermaßen krank ist.

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Nachdem sein Vater wegen Ratsmitgliedschaft sein publizitisches Treiben an den Nagel gehängt hat, tritt nun Francesco Cebulon in dessen Fußstapfen. „Es muss den Trinkern im Tecklenburger Land wieder eine außerparlamentarische Stimme gegeben werden. Trinken muss wieder Spaß machen“, so der Filius.

Für mehr Trinkfreudigkeit

„Man kann ja in politischen Fragen unterschiedlicher Auffassung sein. Aber der Rundumschlag, mit dem die FREIKIs (Freie Kiffer im Tecklenburger Land) auf unseren Vorschlag zur Zusammenlegung der Ausschüsse für Bauen, Umwelt und Energie mit dem Frühschoppen reagiert haben, ist völlig unverständlich“, so der Vorsitzende der TRIFI, Heinrich Pröttkenkrögel. Für die unabhängige Wählergemeinschaft ist schon bezeichnend, dass auch die FREIKIs einräumen, dass beide Fachausschüsse weitgehend identische Themen behandeln. Die Arroganz, mit der der TRIFI jeglicher Zugang zu politischen Themen abgesprochen wird, ist umso weniger nachvollziehbar als bei den FREIKIs im Rat keinerlei belegte und nachprüfbare fachliche Qualifikation in alkoholischen Fragen bekannt ist.
Noch bezeichnender aber ist die Aussage, die TRIFI habe sich den „Eigeninteressen der Bürger verschrieben“. Was von den FREIKIs wohl als Vorwurf gemeint ist, versteht die unabhängige Wählergemeinschaft als Lob. „Ja, wir haben uns ohne parteitaktisches Kalkül und Inhalten den Interessen der Bürger verschrieben. Das hat nichts mit Anbiederung zu tun. Was passiert, wenn Politiker diese Interessen außer Acht lassen, haben die FREIKIs bei der Kommunalwahl doch gerade in Form des Verlustes von einem Ratsmandat erfahren“, so der künftige Neuratsherr Franziskus Cebulon.

Dass nachlassende Vertrauen der Bürger und der Verlust der Rolle als drittstärkste Ratsfraktion schmerzen, spricht für die TRIFI aus jedem Satz der FREIKIs. „Beim Hinweis, die TRIFI hätte sich nicht gründen sollen, wenn sie finanzielle Ressourcen der Stadt freisetzen wolle, weil dann die Kosten für eine weitere Fraktion nicht anfallen würden, haben die FREIKIs hoffentlich auch an ihren eigenen erstmaligen Einzug in den Rat gedacht. Wie nötig die Gründung TRIFI war, zeigt jedenfalls unser Wahlergebnis“, so die künftige Ratsfrau Lisbeth Pröttkenkrögel. Das möge die bisherigen Ratsfraktionen ärgern. Wer aber wie die FREIKIs argumentiere, treibe die Missachtung des Bürgerwillens auf die Spitze. Dem entgegen zu wirken, wird die TRIFI sicher Stachel im Fleisch sein, der die eingefahrenen Kreise im Rat stört.